Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist vermutlich im Dezember 2019 erstmals von Tieren auf den Menschen übergesprungen und kann seitdem von Mensch zu Mensch durch eine Tröpfcheninfektion ähnlich dem Grippevirus übertragen werden. Corona Virus Infekte gibt es schon lange und werden normalerweise wie eine gewöhnliche Erkältung wahrgenommen.

Nach jetzigem Stand bietet eine durchgemachte Erkrankung Immunität. Unklar ist, wie lange diese Immunität anhält. Im Moment gibt es gegen diesen Virusinfekt wie auch bei den meisten anderen Virusinfekten keine gezielte Therapie. Interessante Ansätze werden bereits verfolgt und scheinen relativ vielversprechend zu sein. Trotzdem wird die Entwicklung weiterer Medikamente noch eine Zeit brauchen.

Update: 15. März 2020. Quelle: RKI

Im Moment befindet sich Deutschland in einem sehr raschen Anstieg von Infektionsfällen. Das Ziel sollte weiterhin sein, eine Verlangsamung zu erreichen. Deswegen achten Sie dringend auf die entsprechenden Maßnahmen wie Isolation, 2m- Sicherheitsabstand und häufiges Händewaschen. Bei Atemwegserkrankungen und einem Kontakt sollte unbedingt ein Abstrich entnommen werden.

Es ist damit zu rechnen, dass Wees sich nicht als Insel ohne Corona-Virus entwickelt, insofern muss mit Erkrankungsfällen in Wees gerechnet werden. Passen Sie auf sich auf, halten Sie Abstand und versuchen Sie solidarisch mit den Älteren zu sein. Eventuell können Sie ja bei Einkäufen o.ä. helfen.

Etwa 80% der Erkrankungsfälle verlaufen harmlos, 15% schwer und 5% sehr schwer.

Es hat sich gezeigt, dass eher Männer als Frauen, eher Erwachsene als Kinder, eher Ältere als Jüngere und eher Menschen mit Vorerkrankungen (Hypertonus, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen, Lungenerkrankungen). sich mit dem Coronavirus anstecken.

Corona überträgt sich über Niesen, Husten oder auch beim Sprechen durch Mikrotröpfchen (Tröpfcheninfektion). Wenn diese durch Einatmen oder andere Möglichkeiten in Körperöffnungen gelangen, kann sich das Virus im eigenen Körper ausbreiten.

Im Moment geht man davon aus, dass nur ca. 50 % der Infizierten erkranken, und dass ungefähr nur 10 % diagnostiziert werden. Es wird also eine hohe Dunkelziffer vermutet und es wird zu besonderer Vorsicht geboten.

Die Inkubationszeit beträgt ca. 2 Wochen, meist tritt die Erkrankung etwas eher auf. Schon während der Inkubationszeit ist die Möglichkeit einer Ansteckung gegeben, da die Erreger massenhaft im Rachenraum anwesend sind. Im Moment ist nicht bekannt, wie lange man ansteckend ist.

1. Hände ordentlich waschen!

Was banal klingt, ist aber sehr wirkungsvoll. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Hände bestenfalls bis zum Handgelenk eingeseift werden und die Hände mit einem sauberen Tuch abgetrocknet werden. Mit ungewaschenen Händen sollte man keine Lebensmittel sowie Mund, Nase oder Augen berühren. Wenn Sie Desinfektionsmittel verwenden, achten Sie darauf, dass es als viruzid gekennzeichnet ist.

2. Richtig husten und niesen!

Es sollte vermieden werden, dass Tröpfchen durch das Husten oder Niesen zu anderen Personen gelangen. Deshalb Abstand halten und besser in die Ellenbeuge (und nicht in die Hand) niesen. Papiertaschentücher sollten sofort und sicher in einem verschließbaren Mülleimer entsorgt werden.

3. Aufpassen beim Anfassen!

Auf allen Oberflächen können Viren (nicht nur Corona-Viren) haften. Man kann oft angefasste Bereiche wie Türklinken oder Knöpfe auch mit Ellenbogen betätigen. Des Weiteren sind Handschuhe keine schlechte Möglichkeit, und bei den noch kühleren Temperaturen im März gar nicht ungewöhnlich. Ist der Hautkontakt unvermeidbar, gilt es, sich so schnell wie möglich die Hände zu waschen bzw. zu desinfizieren.

4. Auf Abstand gehen!

Natürlich wollen Sie keinen persönlich beleidigen, aber auch wenn Sie sich gesund fühlen, können Sie möglicherweise den Virus in Ihnen tragen. Mehr als eine Armlänge Abstand (am besten mehr) zur nächsten Person beispielsweise an der Kasse oder am Arbeitsplatz sind daher nicht nur höflich sondern auch hilfreich, um andere nicht anzustecken sowie nicht angesteckt zu werden.

5. Weniger Körperkontakt!

Auf Händeschütteln oder Umarmungen zur Begrüßung verzichten.

6. Menschenmengen eher meiden!

Vermeiden Sie große Menschenansammlungen wenn möglich. Die Gesundheit von Ihnen und ihren Nächsten sollte wichtiger sein als beispielsweise Freizeitaktivitäten wie Konzerte, Sportveranstaltungen oder Messen.

7. Zu Hause bleiben!

Wer Erkältungssymptome hat, sollte lieber zunächst zuhause bleiben. Dies kann einen selbst sowie andere schützen

8. Einige Vorräte kaufen!

Wir empfehlen, sich vorzeitig ein paar Gedanken zu machen. Falls man sich infiziert, ist eine Quarantäne nicht ausschließbar, und dann kann man nicht einfach in den Supermarkt gehen. Überlegen Sie sich von daher, ob sie im Fall einer Quarantäne oder zur Hilfe Ihrer Nächsten nicht ein paar nötige Medikamente und Lebensmittel kaufen. Vor allem auf dem Land kann es in Notfällen zu Engpässen in Supermärkten und Apotheken kommen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat einen nützlichen Vorratskalkulator zur Verfügung gestellt, der unter diesem Link einsehbar ist.

Folgende Symptome können bei einer Coronavirus-Infektion auftreten:

Auftreten der häufigsten Symptome bei COVID-19-Fällen in CHina (n=55.924 laborbestätigte Fälle, Stand 20.02.2020). Quelle: RKI.

 

Die Erkrankung kann auch symptomlos verlaufen.

Das erste, an das Sie denken müssen, ist dass Sie ein weiteres Anstecken vermeiden müssen. Das heißt, bleiben sie bei Anzeichen der Viruserkrankung zuhause und vermeiden Sie den Kontakt mit Menschen. Gehen Sie nicht zum Arzt, dann können Sie andere anstecken, sondern rufen Sie entweder den kassenärztlichen Notdienst (116 117) oder die Praxis Schadwinkel unter der Nummer 04631 61 500 an. Dann werden Sie von unserem extra geschulten Personal beraten.

Der Nachweis der Erkrankung kann nur bei begründetem Verdacht über einen Rachenabstrich erfolgen.

Wir versuchen durch organisatorische Maßnahmen die Infektionswahrscheinlichkeit in der Arztpraxis möglichst zu reduzieren.

Bitte haben Sie Verständnis, daß wir auf schützende Maßnahmen bestehen müssen. Dazu gehört eine telefonische Anmeldung.

Im eigenen Interesse bitten wir sie, bei Bagatellerkrankungen die Arztpraxis NICHT aufzusuchen, sondern telefonisch bei uns Hilfe zu suchen.

Bei Verdacht rufen Sie bitte entweder den kassenärztlichen Notdienst (116 117) oder die Praxis Schadwinkel zwischen Mo. bis Fr. 08.00 bis 12.30 und Do 15.00 bis 17.00 die Nummer 0152 517 870 28. Dann werden Sie von unserem extra geschulten Personal beraten.

Es ist geplant, in näherer Zukunft ein Abstrichmobil in der Nähe der Flensburger Krankenhäuser zu platzieren, sodass zentral dort alle Abstriche abgenommen werden. Genauere Informationen über den Start dieser Maßnahme liegt uns noch nicht vor und wir werden dies sofort mitteilen, sobald ein Startdatum feststeht.

„Die Coolsten sind in den kommenden Wochen nicht die, die gelassen mit der Situation umgehen, sondern die, die sorgsam und umsichtig sind“

– Daniel Günther, SH-Ministerpräsident

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